Wie Kreise

Wie Kreise ziehen Gedanken durch meinen Kopf,
Nicht enden wollend.

Was war, was ist, was sein wird.

Was war liegt in weiter Ferne,
Das Jenseits ist an Ort und Stelle.
Die Zukunft mal sternenklar, mal in Wolken verhüllt.

Was wäre, was hätte was könnte.

Dies spielt doch keine Rolle,
was zählt ist das Hier und Jetzt.

Zeit…

…die Koffer zu packen, um in die Sommerfrische zu fahren.

Neue Ein- und Aussichten gewinnen.

 

Die Meeresbrise gegen den städtischen Mief eintauschen.

 

Das Glück findet man überall,
aber an manchen Orten schneller.

 

 

 

 

Grusenich…

…hat nichts mit sich gruseln zu tun, es ist einfach nur ein anderer Name für Schnittlauch. (Etymologisch betrachtet konnte ich leider nicht herausfinden was das bedeuten soll. Vielleicht kann mir ja einer auf die Sprünge helfen.)

Schnittlauch ist jedenfalls eine Pflanze in meinem meistens verwilderten Garten, die ohne große Mühen wächst und gedeiht. Sie wächst sogar so gut, dass ich mit dem Schneiden gar nicht nachkomme und so kommt es, dass er immer wieder aufs Neue blüht. Das wiederum sieht natürlich sehr schön aus, hat aber den Nachteil, dass man keine feinen Schnittlauchbätter ernten kann. Dafür kann man aber mit den Blüten wunderschön die Speisen dekorieren.

Hier ein Spargelsalat mit Schnittlauchvinaigrette.
Dazu gab es geräuchrten Thunfisch mit Wasabi-Joghurtsauce.

Freilich eignen sich die Blüten nicht nur zum Garnieren, es lässt sich auch ein vorzüglicher Essig zubereiten. Dazu einfach die gezupften Blüten mit Essig übergiessen und 1-2 Wochen ziehen lassen. Der Essig bekommt eine schöne Rosafärbung und ein dezentes Schnittlaucharoma.

Die Heilwirkungen des Krauts sind selbstverständlich auch hervorragend. Es regt die Bildung der Verdauungssäfte an und soll den Cholesterinspiegel senken, gut für das Herz-Kreislaufsystem sein und den Blutzuckerspiegel senken.

 

fashion-week-paris

In Denim – Eine Reinkarnation hatte ich über das Recyceln von Jeanshosen geschrieben und da ich nach dem Artikel so viele ausgediente Hosen geschenkt bekommen habe, bin ich zum Wiederholungstäter geworden und habe alten Jeans neues Leben eingehaucht.

Genäht habe ich das Cape schon letztes Jahr, den Artikel aber aus Zeitmangel nie geschrieben. Im Internet habe ich mir einige Modenschauen der Pariser Fashion-Week, die bis morgen noch läuft, angeschaut. Als ich die Schau von Dior sah, fiel mir mein Cape wieder ein. Die Kollektion wirkt streckenweise, als hätte man sie aus alten Kleidungsstücken gefertigt. Die Kommentare der Zuschauer waren niederschmetternd, aber mir gefielen die Entwürfe ganz gut, ein bißchen zu bunt vielleicht, aber schöne tragbare Kleidungsstücke … und schmunzeln musste ich auch, da ich mir zuvor die Schau von „Andreas Kronthaler for Vivienne Westwood“ angesehen hatte, die fast wie eine Freakshow anmmutete.

Da eine der Jeanshosen wohl zum Malern benutzt wurde und ich die Textur und Farbe so schön fand, habe ich die Farbkleckse, die nicht mehr rausgingen, überstickt.

Feuer und Eis

Mein Buchprojekt liegt zur Zeit aus emotionalen und beruflichen Gründen auf Eis und der dunkle Winter und die eisigen Temperaturen tun ihr übriges, daher zeige ich euch ein paar Bilder aus der Eiszeitphase meiner Hauptdarstellerin.

Um die klirrende Kälte zu vertreiben habe ich ein Feuer entfacht, damit das Feuer immer in uns brenne. Noch dazu habe ich heute gelesen, dass die Vestalinnen die Hüterinnen des Herdfeuers im Vesta-Tempel waren und dafür sorgen mussten, dass das Feuer niemals ausgeht. Nur am 1. März, dem alten Jahresanfang, wurde das Feuer rituell gelöscht und neu entfacht. Da bin ich ja am 2. März noch gerade rechtzeitig.

 

muuze op italjänisch

Die Karnevalssession ist ja bei uns im Rheinland seit dem 11.11 wieder eingeläutet und an vielen Orten wird kräftig gefeiert. Die einen hassen Karneval, die anderen lieben ihn und ich gehöre zu denen, die ihn mögen, meistens zumindest. Das Verkleiden und das Gemeinschaftsgefühl ist für mich das schönste daran. Wenn ein ganzer Saal voller Inbrunst fröhlich die Lieder schmettert, weiß man, dass das Leben schön ist und für einen Moment sind die Sorgen vergessen.

Für diejenigen, die beim Gedanken an die Musik und das Schunkeln  schon Gänsehaut bekommen bleibt wenigstens das Kulinarische dieser fünften Jahreszeit, das Karnevalsgebäck. Schön fettgebacken muss es ein, damit man auch gut trinken kann.

Italienische Krapfen oder doch kölsche Mutzen „rut un wiess“?

Rot und Weiß passt zwar hervorragend zu Köln, aber dieses Karnevalsgebäck wird in Italien gegessen. Der kleine, aber feine Unterschied liegt eigentlich nur darin, dass die Krapfen nach dem Backen in Likör geschwenkt werden und dadurch zusätzlich aromatisiert werden. Die rote Farbe kommt vom Alchermes, aber man kann sie auch mit Limoncello oder Anislikör parfümieren.

ca 300g -350g Weizenmehl oder Dinkelmehl
2 Eier
75g Zucker
1/2 Vanillestange
1/2 Päckchen Backpulver
1 Schuß Rum oder etwas anderes Hochprozentiges

Fett zum Ausbacken
Limoncello, Alchermes oder Anislikör zum Tunken
Puderzucker zum Bestäuben

Die Eier verquirlen und die halbe Vanillestange dazu geben und dann nach und nach die restlichen Zutaten zugeben. Den Teig zu einer Wurst rollen und dann kleine Kügelchen formen. Diese werden dann im Fett ausgebacken. Ich habe sie in einem Wok gebacken, da man dann nicht so viel Öl benötigt. Die ausgebackenen Kugeln in einem Teller mit dem gewünschten Likör rollen, damit sie sich vollsaugen können. Nicht zu kurz, aber auch nicht zu lange tunken. Auf einem Teller anrichten und mit Puderzucker bestäuben.

Alaaf!